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Lotteriegewinn

Lotteriegewinne sind nur steuerbar, wenn sie eine bestimmte Freigrenze übersteigen. Zudem werden für die Einsätze folgende Pauschalabzüge berücksichtigt:

Pauschalabzüge und Freigrenzen

  Kantons- und Gemeindesteuern Direkte Bundessteuer
Pauschalabzug (Einsatzkosten) 5 % 5 %, max. CHF 5'000
Freigrenzen CHF 5'200 (nach Pauschalabzug) CHF 1'000 (nach Pauschalabzug)
Besteuerung (falls Freigrenze überschritten wird) Fester Satz von je 10 % für Kantonssteuer und Gemeindesteuer. Die allfällige Kirchensteuer beträgt 0,8 % Ordentlicher Tarif (max. 11,5 %)

Bei Lotteriegewinnen über CHF 1'000 wird die Verrechnungssteuer (35 %) zurückbehalten. Mit der Deklaration des Lotteriegewinns in der Steuererklärung kann die Verrechnungssteuer zurückgefordert werden. Es lohnt sich, die Gewinne zu deklarieren, da die Besteuerung im Vergleich zur Verrechnungssteuer insgesamt immer tiefer ist als 35 %.

Beim Ausfüllen mit TaxMe-Online erfolgt die Berechnung automatisch.

Sind mehrere Personen gemeinsam an einem Gewinn beteiligt, gilt die Freigrenze für jede beteiligte Person. Bei Ehepaaren gelten deshalb die doppelten Ansätze. Bei den Lotteriegewinnen kann es sich um Bargewinne oder um Naturalgewinne handeln.

Bis Ende 2013 gab es bei der direkten Bundessteuer noch keine Freigrenze. Sämtliche Gewinne waren (nach Abzug der nachgewiesenen Einsätze) steuerbar.

Hinweis

Besteuerung von Geldspielgewinnen ab dem Steuerjahr 2019:

Ab dem Steuerjahr 2019 sind neben den Gewinnen in schweizerischen Spielbanken auch solche aus «Kleinspielen» steuerfrei. Gewinne aus «Grossspielen» und Gewinne in schweizerischen Online-Spielbanken sind bis zu einem Betrag von 1 Million Franken steuerfrei. Was darüber hinaus geht, ist als Geldspielgewinn zu deklarieren und die erhobene Verrechnungssteuer kann zurückgefordert werden.

  • Als Grossspiele gelten die automatisiert, interkantonal oder online durchgeführten Spiele. Dazu zählen die Lotterien, Sportwetten und die Automaten-Geschicklichkeitsspiele.
  • Als Kleinspiele gelten die Kleinlotterien, die lokalen Sportwetten und die kleinen Pokerturniere. Das sind jeweils Spiele mit kleinen Einsätzen und Gewinnmöglichkeiten.

Gewinne aus nicht bewilligten Spielen und Gewinne aus ausländischen Spielen (inkl. Onlinespiele bei ausländischen Anbietern) sind weiterhin vollumfänglich steuerbar. Da keine Verrechnungssteuer erhoben wird, kann auch kein Antrag auf Rückerstattung der Verrechnungssteuer gestellt werden. Wer gewerbsmässig Poker spielt, muss seine Gewinne wie bisher als Einkommen aus selbstständiger Erwerbstätigkeit deklarieren. Das gilt neu auch für Gewinne, die in schweizerischen Spielbanken erzielt werden.


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